Willkommen!

Die Logopädische Praxis Birgit Kolwes heißt Sie herzlich willkommen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie gerne über unsere Praxis und unser Therapieangebot.

Wir bieten Ihnen eine umfassende Diagnostik, Beratung und Behandlung von Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen.

Neben der Diagnostik und Behandlung von logopädischen Störungsbildern gehört zu unserem Leistungsspektrum auch eine umfassende Eltern- und Angehörigenberatung, ein videogestütztes Elterntraining nach dem IntraActPlus-Konzept von Dr. F. Jansen und U. Streit und ab Juni auch das Heidelberger Elterntraining.

Als begleitende Therapieansätze werden ein sensomotorisches Förderprogramm ( INPP ) und Gestaltungs- und Kunsttherapien angeboten. Für Vorschulkinder gibt es einen Gruppenkurs zur Förderung der phonologischen Bewusstheit als Schulvorbereitung.

Wir legen großen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten, anderen Therapeuten, Kliniken und sozialen Einrichtungen wie z.B. Kindergärten und Schulen, um unseren Patienten die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Die hohe Qualität unserer Arbeit sichern wir durch qualifizierte Fort- und Weiterbildungen, Supervisionen und regelmäßige Teamsitzungen.


Zertifikate

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Frau Kolwes durch ihre Teilnahme an mindestens 120 Seminarstunden der Integrativen Stimmtherapie mit Stimmfunktionskreis nach Evemarie Haupt berechtigt ist, damit therapeutisch, pädagogisch und lehrend zu arbeiten.

Außerdem haben Frau Dunkelau  (ehemals Rosenkötter) und Frau Kolwes an der Fortbildung Qualitätsmaßnahme zur KoMut-Therapeutin - selektiver Mutismus erfolgreich teilgenommen und sich damit als KoMut-Therapeutin qualifiziert.


Zeitungsartikel zum Welttag des Stotterns vom 22.10.2015 in der Neuen Westfälischen Zeitung

Wenn Worte nicht wollen

Welttag des Stotterns: Eine Logopädin und eine Erzieherin erzählen
von ihren Erfahrungen

VON SANDRA SPIEKER, Neue Westfälische


Lübbecker Land.
„Wa-wawa-was ist das?“: Wenn Wörter stecken bleiben, einfach nicht aus dem Mund herauswollen, ist das ein Teufelskreis für die Betroffenen. Je mehr derjenige sich bemüht, desto schwieriger wird es. Dabei können schon Kleinigkeiten Mut machen und Stotterern helfen, ihre Sprechstörung in den Griff zu bekommen. Zum heutigen Welttag des Stotterns berichten eine Logopädin und eine Erzieherin über ihre Erfahrungen. „Es gibt wenig Störungsbilder im Bereich Sprache, an denen so viele Mythen hängen wie am Stottern“, sagt die Lübbecker Logopädin Birgit Kolwes. Dazu komme, dass das Thema noch immer sehr schambesetzt sei. Aufklärung habe daher oberstes Gebot. Die Expertin geht, wenn Betroffene es wünschen, in Schulen und Kindergärten und informiert dort darüber, was es mit dem Stottern wirklich auf sich hat. Denn schon über die Ursachen kursierten falsche Behauptungen, sagt sie. So seien keinesfalls vornehmlich Menschen mit minderer Intelligenz betroffen: „Ganz im Gegenteil“. Zu den Ursachen zähle eine gewisse genetische Veranlagung, sie mache etwa 70 Prozent aus. „Das heißt nicht automatisch, dass der Mensch stottern wird, die Wahrscheinlichkeit ist nur höher“, so Kolwes. Eine wichtige Ursache der Redeflussstörung hängt mit der Arbeitsteilung der beiden Gehirnhälften zusammen. Auch würden Menschen nicht durch ein traumatisches Ereignis zum Stotterer. Die Sprechstörung sei schon vorher da gewesen. Meistens beginne sie mit dem dritten Lebensjahr, erklärt die Logopädin. Kurzzeitiges Stottern trete immer mal bei Kindern auf, wenn die Kernsymptome aber mindestens ein halbes Jahr anhielten, spreche man von einer Sprechstörung. Zu den Zahlen gebe es unterschiedliche Angaben: „Etwa fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen haben Sprechstörungen, bei 60 bis 80 Prozent verschwinden sie wieder“, sagt die Logopädin. Therapiemöglichkeiten gebe es unterschiedliche. Jedes Mal werde individuell geschaut, welches die beste sei. Da ist etwa die Modifikation, bei der Betroffene, sobald ein Stotterereignis auftrete, die Sprache verändern, oder das so genannte „Fluency Shaping“: Dabei werde die gesamte Sprechweise verändert. Beim amerikanischen Lidcombe-Programm gehe es besonders um das Loben, wenn flüssiges Sprechen auftrete. In der Kindertagesstätte Zwergennest in Tengern gibt es auch Erfahrungen mit stotternden Kindern. Aktuell ist ein Kind betroffen. „Er hat Sprechstörungen, aber es ist davon auszugehen, dass sich die Sache irgendwann erledigt“, sagt Nadine Danowski, stellvertretende Leiterin im Zwergennest. Wenn sich herausstelle, dass ein Kind Sprechstörungen habe, dann sei die Verunsicherung bei den Eltern natürlich zunächst groß, sagt die Erzieherin. Wird es Freunde finden und wie wird es in der Schule zurecht kommen?, seien Fragen, die sich besorgte Mütter und Väter stellen. „Wichtig ist“, so sagt Nadine Danowski, „gelassen zu bleiben“. Der Blickkontakt zum stotternden Kind sollte gehalten werden, um zu signalisieren: Ich höre dir zu. Viele würden fälschlicherweise eingreifen, das Kind verbessern oder unterbrechen. „Man sollte nicht so tun, als ob man es nicht bemerkt, sondern dem Kind die Rückmeldung geben: Du bist okay so, wie du bist“, so Danowski. Und wie ist es mit Hänseleien? Kinder seien sehr aufmerksam und es falle ihnen auf, wenn jemand anders ist als man selbst. Sie würden diese Beobachtung ansprechen – und das dürften sie auch. „Wir machen den anderen Kindern deutlich, dass man Menschen weh tun kann mit Händen und Füßen, allerdings auch mit dem Mund“, so Danowski. Sprachübungen stehen nicht im Stundenplan beim Zwergennest, sondern werden in den Alltag eingestreut. Etwa, wenn sich die Kinder morgens treffen und schauen, wer alles da ist. Dann werden die Fotos der Kinder hingelegt, die auch mit Namen versehen sind. „Da dürfen die Kinder dann die Namen heraussuchen, die beispielsweise den Buchstaben T im Namen haben“, erklärt sie.


Neue Fortbildungen

Ein lernreiches und sehr informatives Wochenende liegt hinter uns.

Während Frau Kolwes und Frau Tiberia auf einer Fortbildung in Bamberg mit dem Thema "Das neuropsychologische Therapieprogramm Reminder" von Prof. Dr. Anja Lepach waren, haben sich Frau Kratzsch und Frau Spickeneder in Frankfurt im Bereich "Dysphagie - Diagnostik und Therapie" weitergebildet.

Außerdem hat Frau Kolwes Mitte April an der  Fortbildung "Sprachtherapie bei Autismus" von Kristin Snippe in Wildeshausen teilgenommen.

Das neu erworbene Wissen wird künftig mit in die Therapien einfließen.